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Verband Geschichte

Geschichte

Die Gründung des Landesfeuerwehrverbandes Vorarlberg geht auf eine Initiative der Feuerwehr Bludenz zurück. Nachdem die ausgearbeiteten Statuten 1875 unter dem Titel „Gauverband der Vorarlberger Feuerwehren“ von der Stadthalterei in Innsbruck genehmigt worden waren, wurde am 11. Juli 1875, bei der ersten Delegiertenversammlung der damalige Bürgermeister von Dornbirn Dr. Johann Georg Waibelzum ersten Verbandsobmann gewählt. Bis zum Anschluss an das Dritte Reich bestand parallel dazu auch der Gauverband der Bregenzerwälder Feuerwehren.

In der Folge erfuhr das Feuerlöschwesen einen beachtlichen Aufschwung. So wurden zu den schon seit den 60er Jahren bestehende Wehren allein in der Zeit von 1881-1890 21 Feuerwehren gegründet. Maßgeblichen Anteil daran hatten die tatkräftigen Verbandsobmänner Viktor Bickel, Gebhard Sonntag, Josef Peter und Leonhard Burtscher. Auch die Rückschläge durch die Weltkriege konnten eine gedeihliche Entwicklung der Feuerwehren nicht verhindern.


Das erlassene „Gesetz über das Feuerpolizeiwesen im Land Vorarlberg (Feuerpolizeiordnung)“ übertrug dem Landesfeuerwehrverband wesentliche richtungsweisende Aufgaben, die in §43 formuliert sind.

Dazu gehören:
Die Unterstützung der Behörden bei der Wahrnehmung feuerpolizeilicher Interessen und Verwendung dazu bestimmter Gelder, Forderung der Brandverhütung, Einheitliche Ausgestaltung und Ausrüstung der Feuerwehren, einheitliche Ausbildung (Landesfeuerwehrschule), Wahrnehmung der Standesinteressen, Versicherungsschutz.

Unter den Landesfeuerwehrinspektoren Josef Mittempergher, Erwin Wiederin und Willi Gorbach war der Landesfeuerwehrverband stets bemüht, den Orts- und Betriebsfeuerwehren des Landes als modernes Dienstleistungs- Unternehmen auf breiter Basis zur Verfügung zu stehen. Dies wird auch für die Zukunft seine Aufgabe sein.

angelika.jpgIm Dezember 1999 wurde die „Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr in Vorarlberg unter Berücksichtigung der sozialen, rechtlichen und politischen Aspekte von den Anfängen bis 1914“ anlässlich einer Buchpräsentation vorgestellt. Das von Angelika Sausgruber verfasste Werk wurde von der Rheticus-Gesellschaft herausgegeben und beleuchtet bisher wenig bekannte Aspekte der Vorarlberger Feuerwehrgeschichte.